Haarhausen im Torrausch: 10:3-Spektakel gegen Empor Weimar
Was für eine Machtdemonstration am Rückberg! Der Tabellenzweite SG Wachsenburg Haarhausen fegte am 18. Spieltag den FC Empor Weimar 06 mit 10:3 vom Platz. Während die Gastgeber ihre Aufstiegsambitionen untermauerten, herrschte bei den Gästen nach dem zweistelligen Debakel blankes Entsetzen.

Bereits zur Halbzeit war die Messe eigentlich gelesen. Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr: Jonas Grulich (11.) und Tarek Ben Mahmoud (14.) sorgten per Doppelschlag für die frühe Führung. Weimar fand defensiv überhaupt keinen Zugriff, was Lukas Glaß (26.), erneut Ben Mahmoud (40.) und Alexander Klippstein (45.) eiskalt ausnutzten. Mit einem deprimierenden 6:0 aus Sicht der Gäste ging es in die Kabinen.
Lukas Glaß schnürt den Viererpack

Wer dachte, Haarhausen würde im zweiten Durchgang einen Gang zurückschalten, sah sich getäuscht. Nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff markierte Lukas Glaß seinen zweiten Treffer zum 7:0 (51.). Empor Weimar bewies moralisch zwar Charakter und kam durch einen Foulelfmeter von Maximilian Hertel (61.) sowie Tore von Randy Gläßer (67.) und Nils Herrmann (72.) noch zu drei Ehrentreffern, doch die Defensive blieb das Sorgenkind.
Besonders Lukas Glaß bekamen die Weimarer nie in den Griff. Mit seinen Saisontoren 17 und 18 (74. / 77.) schraubte er das Ergebnis fast im Alleingang in den zweistelligen Bereich. Den Schlusspunkt unter eine einseitige, aber höchst unterhaltsame Partie setzte erneut die Offensive der SG Wachsenburg, bevor Schiedsrichter Maik Vogt die Gäste erlöste.
„Wir sind erlöst“ – Krisenstimmung bei Empor

Die Enttäuschung bei Weimar saß nach dem Abpfiff tief. Das Fazit der Gäste fiel entsprechend vernichtend aus: „Schluss, wir sind erlöst – und verlieren zweistellig. Für den Klassenerhalt müssen wir uns defensiv deutlich steigern.“
Für Haarhausen hingegen bleibt der Blick nach oben gerichtet. Mit dieser Offensivpower im Rücken dürfte der Kampf um die Spitze in der Thüringer Staffel spannend bleiben.

