Zitat des Tages:
Trainer Sebastian Wagenknecht (FSV 1928 Gräfinau-Angstedt):“Den einen Punkt nehmen wir gern mit!“
Kein Sieger im Kellerduell – Arnstadt II und Gräfinau-Angstedt trennen sich torlos
Nullnummer im Nachholspiel: Trotz zahlreicher Großchancen auf beiden Seiten sahen die 180 Zuschauer auf dem Sportplatz am Obertunk keine Tore. Im Abstiegskampf hilft der Punkt weder der Verbandsliga-Reserve des SV 09 Arnstadt noch dem FSV 1928 Gräfinau-Angstedt so richtig weiter.

Beide Mannschaften gingen mit mächtig Rückenwind in dieses wichtige Nachholspiel. Die Arnstädter hatten zuletzt den Tabellenzweiten Haarhausen überrascht (2:1), während Gräfinau nach einer turbulenten Woche samt Trainerwechsel und Teambuilding auf Mallorca einen 2:0-Sieg gegen Blankenhain feierte. Entsprechend schwungvoll startete die Partie, in der von Abtasten keine Rede sein konnte.
Aluminium-Pech und überragende Keeper in Halbzeit eins

Bereits in der 6. Minute zappelte der Ball im Arnstädter Netz, doch die Fahne war oben – Gräfinaus Moritz Lindner stand beim Zuspiel von Kapitän Maximilian Heinze im Abseits. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Auf Arnstädter Seite war es immer wieder der agile Marlon Brömel, der die gegnerische Abwehr vor enorme Probleme stellte. In der 10. und 20. Minute lief er jeweils alleine auf das Tor zu, scheiterte aber beide Male am glänzend reagierenden Gräfinauer Keeper Franz Lock.
Arnstadt drückte weiter: Nach einer Ecke in der 17. Minute stieg Felix Mörl am höchsten, traf per Kopf aber nur den Außenpfosten. Gräfinau versteckte sich keineswegs und verbuchte ebenfalls hochkarätige Gelegenheiten. In der 31. Minute zirkelte Maximilian Heinze einen Freistoß gefährlich aufs Tor, doch Koch rettete für die bereits geschlagenen Arnstädter per Kopf auf der Linie.
Kurz vor der Pause wurde es noch einmal dramatisch. Erst scheiterte Brömel mit einem Lupfer, den Grabowski für Gräfinau überragend von der Linie kratzte (36.). Auf der Gegenseite hatte Maurice Günschmann die Führung auf dem Fuß, ließ sich frei vor SV-Keeper Christian Apel aber zu viel Zeit, sodass es nur Ecke gab (39.). Ein 3:3 zur Pause wäre dem Spielverlauf nach durchaus im Bereich des Möglichen gewesen.
Intensität bleibt, die spielerische Linie schwindet

Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie zunächst etwas. Die Teams schenkten sich in den Zweikämpfen weiterhin keinen Zentimeter, was sich in einer Reihe von Gelben Karten widerspiegelte. Spielerisch ging der Faden jedoch auf beiden Seiten ein wenig verloren. Gräfinau wollte in der zweiten Halbzeit nicht mehr das ganz große Risiko eingehen, während den Arnstädtern sichtlich die Kräfte schwanden.
Dennoch gab es vereinzelt noch die Chance auf den Lucky Punch. Arnstadts Klemens Putsche prüfte Franz Lock mit einem Schuss aufs kurze Eck (64.), und Ben Fritz Meissner jagte den Ball aus 16 Metern über den Querbalken (78.). Die beste Gelegenheit der zweiten Hälfte gehörte aber den Gästen: Hannes Wagenknecht zog in der 85. Minute aus 25 Metern fulminant ab, doch der erfahrene Christian Apel im Arnstädter Gehäuse parierte den Ball weltklasse.
In den Schlussminuten verlor der Schiedsrichter komplett seine Linie, was zu viel Hektik und einem taktischen Foul von Alexander Voigt (Gelb-Rot gefährdet) führte. Nach drei Minuten Nachspielzeit pfiff das Gespann die Partie ab. Am Ende steht ein leistungsgerechtes 0:0, das den 180 Zuschauern zwar keine Tore, aber ein packendes und intensives Kellerduell bot. Im Tabellenkeller verharren beide Teams damit weiterhin auf den Plätzen 11 und 12.

